Ein Highlight feministischer Filmarbeit in Hessen

„Dass die Kinothek Asta Nielsen die Festivalreihe „Remake – Frankfurter Frauen Film Tage“ in diesem Jahr fortsetzt und künftig in zweijährigem Rhythmus verstetigen will, freut mich sehr. Damit stellt sich Frankfurt in die Tradition der ersten feministischen Festivals, die Anfang der 70er Jahre in New York und Edinburgh stattfanden“, sagt Mirjam Schmidt, kulturpolitische Sprecherin der GRÜNEN im hessischen Landtag. 

Anlässlich der Ausstellung und Veranstaltungsreihe „Damenwahl – 100 Jahre Frauenwahlrecht“ hatte die Kinothek das Festival im November 2018 ins Leben gerufen. Eine Woche lang, vom 26. November bis zum 01. Dezember, beleuchtet „Remake“ nun auch 2019 mit Filmvorführungen, Diskussionen und begleitendem Kulturprogramm das filmische Werk weiblicher Regisseurinnen. In diesem Jahr steht das Festival unter dem Themenschwerpunkt „Geschichtsanschauung Her Story im Kino“. Gezeigt werden Filme, die von Verfolgung und Ausgrenzung in allen Teilen der Welt erzählen und so die westliche Erfolgsgeschichte gerade unter dem Eindruck der historischen Erfahrungen des 20. Jahrhunderts in Frage stellen. Ein weiterer Themenschwerpunkt widmet sich dem filmischen Werk der Filmemacherin, Malerin und Fotografin Ella Bergmann-Michel aus Eppstein im Taunus, die bis zu ihrem Berufsverbot 1933 fünf Dokumentarfilme drehte, die heute weitgehend vergessen sind. 

„Während die Arbeiten männlicher Regisseure über Jahrzehnte Beachtung fanden, führte die weibliche Filmarbeit oft ein Schattendasein“, erläutert Miriam Dahlke, finanzpolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion. „Das Land Hessen fördert das Filmschaffen von Frauen daher gezielt auf vielen Ebenen. Mit 270.000 Euro unterstützt die HessenFilm und Medien GmbH das Festival „Remake“ und trägt damit dazu bei, dass sich die Veranstaltungsreihe als Highlight feministischer Filmarbeit in Hessen etablieren kann.“ 

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