Finanzpolitik

Für eine faire und nachhaltige Finanzpolitik

Das Finanzsystem ermöglicht es uns, Geld und Waren auszutauschen. Damit erfüllt es eine grundlegende Aufgabe für die Gesellschaft. Allerdings hat es sich von der realen Wirtschaft und dem Nutzen für die Menschen entkoppelt und dient oft der Kapitalanhäufung als Selbstzweck. Die Finanzkrise im Jahr 2010 hat Unmengen an Kapital zerstört und die Welt in Atem gehalten. Die Gefahr einer neuen Finanzkrise ist weiterhin sehr real. Finanzinvestor*innen finanzieren weiter klima- und umweltschädliche Projekte und heizen damit die Klimakrise weiter an. Wenn Banken gerettet werden müssen, kommt die Gemeinschaft durch ihre Steuern dafür auf.

Grüne Finanzpolitik will erreichen, dass der Finanzsektor wieder seinen Aufgaben nachkommt, Investitionen zu finanzieren und Sparmöglichkeiten zu bieten. Auch bei der Umsetzung von Politik stehen wir vor der Aufgabe, Finanzmittel am Kapitalmarkt anzulegen. Dabei wollen wir einerseits möglichst gute Erträge erzielen, andererseits aber nur einer hohen Rendite wegen nicht unsere politischen Ziele verraten oder auch nur gefährden. Demgemäß kümmern wir uns um ethische Geldanlagen und wollen eine Divestmentstrategie entwickeln, um die Dekarbonisierung voranzutreiben.

Dies bedeutet, dass wir keine Vermögensanlagen mehr in Bereichen tätigen und bisherige beenden wollen, die unseren Anliegen widersprechen. Dabei ist die Dekarbonisierung, also die Drosselung des CO2-Ausstoßes, ein vorrangiges Ziel: Wirtschaftsbereichen, die mit fossilen Brennstoffen zu tun haben, wollen wir kein Geld des Landes Hessen mehr zur Verfügung stellen.

Aktuelles zum Thema