Geschlechtergerechtigkeit im öffentlichen Raum

Ein Kernthema von uns BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und eine Herzensangelegenheit von mir ist die Geschlechtergerechtigkeit. Der öffentliche Raum ist zwar für alle zugänglich, jedoch sind wir hier von sichtbarer Geschlechtergerechtigkeit noch weit entfernt. Von den rund 3400 Frankfurter Straßen, Plätzen und Brücken sind etwa 1000 nach Männern und lediglich 145 nach Frauen benannt. Gleichberechtigung muss überall der Maßstab sein, so unter anderem auch im öffentlichen Raum.

Wie könnten Straßen heißen, wenn die Leistungen von Frauen anerkannt und sichtbar gemacht würden? Die Heiligkreuzgasse direkt vor dem Amtsgericht Frankfurt am Main könnte beispielsweise in Ruth-Bader-Ginsburg-Straße umbenannt werden. Ruth Bader-Ginsburg war 27 Jahre Richterin am Obersten Gerichtshof in den Vereinigten Staaten. In ihrem Leben setzte sie sich für Frauenrechte ein und war am Gericht eine Verfechterin des Rechts auf Abtreibung. Auf die Frage, wann es unter den 9 Richterinnen und Richtern genug Frauen gäbe, antwortete sie: wenn es 9 seien. Nach Ihrem Tod ging ihr prägender Satz, „Women belong in all places where decisions are being made“, um die Welt. Sie symbolisiert, wie keine andere, dass Männer und Frauen vor dem Gericht gleich sind.

Weitere Informationen bietet die Stadt Frankfurt am Main hier.

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