Hessischer Friedenspreis – Zeichen für Völkerverständigung

„Dass der Hessische Friedenspreis in diesem Jahr an Zoran Zaev, Ministerpräsident von Nord-Mazedonien und an Alexis Zipras, ehemaliger Ministerpräsident von Griechenland, verliehen wird, begrüßen wir sehr“, sagt Miriam Dahlke, europapolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN. „Beide haben es geschafft, einen fast drei Jahrzehnte andauernden Konflikt allein durch diplomatische Mittel beizulegen und damit auch ein wichtiges Zeichen für europäische Völkerverständigung zu setzen.“

Seit der Unabhängigkeitserklärung 1991 stritt sich die heutige Republik Nord-Mazedonien mit Griechenland um den Namen „Mazedonien“. Auch eine Teilregion Griechenlands trägt diesen Namen. Im Februar 2019 einigten sich die Ministerpräsidenten beider Länder auf den Namen „Nord-Mazedonien“. „Der Kompromiss öffnet für Nord-Mazedonien nicht nur die Tür in die Nato und die EU, sondern trägt auch zur Stabilisierung der gesamten Balkan-Region bei. Seit der Einigung sind Griechenland und Nord-Mazedonien zusammengerückt: Griechische Firmen gehören heute zu den wichtigsten Handelspartnern Nord-Mazedoniens; erstmals sind außerdem die Hauptstädte Athen und Skopje durch einen Direktflug verbunden“, so Dahlke.

Der Hessische Friedenspreis wurde 1993 vom ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Albert Osswald gestiftet und seither jährlich an Menschen verliehen, die sich weltweit um den Frieden und die Völkerversständigung verdient gemacht haben. Im vergangenen Jahr wurde der äthiopische Ministerpräsident Abiy Ahmad Ali ausgezeichnet, der später auch den Friedensnobelpreis erhielt.

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