Zu Besuch in der Landesfachschule des KFZ-Gewerbes Hessen

Am vergangenen Donnerstag stand wieder ein Besuch einer wichtigen Einrichtung in meinem Wahlkreis an. In der Landesfachschule des KFZ-Gewerbes in Hessen, die sich auf dem Gelände eines ehemaligen Hofguts in Frankfurt-Praunheim befindet, werden seit 1967 (und seit 1981 auch unter dem heutigen Namen) Gesell*innen und Meister*innen des KFZ-Handwerks ausgebildet. Jährlich werden über 1.600 Auszubildende überbetrieblich geschult und über 200 Kraftfahrzeugmeister*innen aus- und weitergebildet, sowohl in Vollzeit, als auch berufsbegleitend. Darunter befinden sich auch Auszubildende aus dem Ausland, welche in Deutschland den praktischen Teil absolvieren. Teilweise können sie auch in einem Wohnheim auf dem Gelände wohnen. Zusätzlich nehmen knapp 2.000 Menschen an allgemeinen Weiterbildungsmaßnahmen teil und die Landesfachschule bietet ihre Räumlichkeiten für jegliche Veranstaltungen aus der Umgebung an. Rundum: Die Landesfachschule des KFZ-Gewerbes ist eine wichtige Bildungsinstitution im Wahlkreis!

In einem einführenden Gespräch erfuhren Michael Fleischhut, Sprecher der GRÜNEN Stadtteilgruppe 7, Johannes Lauterwald, Mitglied im Ortsbeirat 7 und ich, was nicht unbedingt zu erwarten war, nämlich, dass auch Klimaschutz großgeschrieben wird. Neben der Förderung der Elektromobilität- und Brennstoffzellentechnologie, welche beide fester Bestandteil der Ausbildung sind, wird auf dem Gelände zum Beispiel auch für Insektenhotels und Mauersegler Platz geboten. 

Interessant war aber auch zu erfahren, wie in der Landesfachschule mit der aktuellen Situation im Zuge der Corona-Krise umgegangen wird. Mit verschiedenen Skripten, Lernvideos und E-Learning-Programmen konnte der Unterricht, ergänzt durch zahlreiche Videokonferenzen, fortgesetzt werden. Besonders erstaunlich war, dass die Abschlüsse, welche mithilfe von umfangreichen Online-Prüfungen durchgeführt werden konnten, sogar mit leicht besseren Noten als in den vergangenen Semestern erzielt wurden. Auch wurde dies lediglich mit einem Zeitverzug von drei Wochen realisiert.

In einem abschließenden Rundgang über das Gelände konnte ich noch eine Hochvoltbatterie betrachten und somit einen wertvollen Einblick in die Elektrotechnik des KfZ-Gewerbes erhalten, welche einen wichtigen Beitrag zur dringend benötigten Antriebswende leistet. Damit diese bewerkstelligt werden kann, muss die duale Ausbildung auch in diesem Beschäftigungsfeld weiter gefördert werden. Insbesondere müssen auch junge Frauen dazu ermutigt werden, eine entsprechende Ausbildung und den anschließenden Meisterinnenbrief zu absolvieren. Denn es wurde auch deutlich, dass dieser Beruf bisher männlich dominiert ist. Sollte sich dies in den kommenden Jahren ändern, würde mich dies persönlich sehr freuen.

Weitere Informationen zur Landesfachschule findet ihr unter: https://www.kfz-innung-ffm.de/

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