Zu Besuch bei der Ernst-May-Gesellschaft

Als direkt gewählte Landtagsabgeordnete besuche ich regelmäßig verschiedene Vereine und Organisationen im Wahlkreis, um mich über deren Arbeit zu informieren. Auch wenn die Corona-Krise dies aktuell leider nur eingeschränkt zulässt, sind Besuche unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen durchaus wieder möglich. So war ich zusammen mit Yvonne Gondolf, der Sprecherin der Frankfurter GRÜNEN Stadteilgruppe 8, am vergangenen Mittwoch bei der Ernst-May- Gesellschaft in der Frankfurter Römerstadt.
Unter Federführung des Architekten und Städteplaners Ernst May entstand in den 1920er Jahren das Projekt Neues Frankfurt. Schon damals machte man sich Gedanken, wie die ideale städtebauliche Entwicklung aussehen könnte und gleichzeitig neuer, kostengünstiger Wohnraum geschaffen werden kann. Unter diesen Gesichtspunkten entstanden dann in den späten 1920er Jahren in Frankfurt viele Siedlungen und Gebäude, wie etwa die Siedlungen Westhausen, Bornheimer Hang und Römerstadt. Daneben erlangte das Projekt vor allem durch seine neuen ästhetischen Maßstäbe für die Architektur der klassischen Moderne und des Funktionalismus Aufmerksamkeit.
Viele dieser markanten Gebäude sind auch mir bereits in Frankfurt aufgefallen. Deshalb war ich nun umso gespannter, mehr über das Projekt Neues Frankfurt erfahren zu können. Nach einem interessanten Gespräch über Ernst May und die Arbeit der Gesellschaft hatten wir dann die Möglichkeit, das Ernst-May-Haus zu besuchen. Dieses liegt direkt in der Siedlung Römerstadt und wurde von der Ernst-May-Gesellschaft mit viel Aufwand und Liebe zum Detail wieder in seinen Originalzustand zurückversetzt, um es interessierten Bürger*innen als Museum zugänglich machen zu können. Im Rahmen einer kleinen Führung konnten wir so viele spannende Einblicke in die Architektur und insbesondere auch die Inneneinrichtung des Neuen Frankfurts erhalten. Besonders beeindruckt hat mich hierbei, wie viel Wert damals schon auf die Funktionalität gelegt wurde. Dazu gehörte zum Beispiel auch ein elektrischer Herd – aus GRÜNER Sicht eine echte Innovation für die damalige Zeit!
Vielen Dank an die Ernst-May-Gesellschaft für das interessante Gespräch und die anschließende Führung!
Mehr Informationen über Ernst May und das Museum findet ihr hier.


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