Friedenspreis für Abiy Ahmed: Zeichen der Aussöhnung

Der Hessische Friedenspreis wird in diesem Jahr an Abiy Ahmed verliehen. Miriam Dahlke, europapolitische Sprecherin der GRÜNEN-Fraktion im Hessischen Landtag. „Ahmed hat in herausragender Weise dazu beigetragen, den jahrzehntelangen Konflikt zwischen Äthiopien und Eritrea zu schlichten und damit beiden Staaten die Chance auf eine friedliche gesellschaftliche Entwicklung zu eröffnen. Das weckt auch Hoffnung für die anderen Staaten Ostafrikas und für die globale Zusammenarbeit Afrikas mit Europa, ohne die es nicht gelingen wird, die weltweiten Klimaziele zu erreichen und für die Menschen auf beiden Kontinenten lebenswerte Perspektiven zu schaffen. Darum freut mich diese Verleihung ganz besonders.“ 

Der Hessische Friedenspreis wird seit 1993 jährlich von der Albert-Osswald-Stiftung an Menschen verliehen, die sich weltweit um den Frieden und die Völkerverständigung verdient gemacht haben. „Allerdings wird der Friedenspreis in diesem Jahr erst zum vierten Mal überhaupt in seiner 24-jährigen Geschichte an einen afrikanischen Politiker verliehen“, merkt Dahlke an. „Über die Hälfte der bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger kommt aus Ländern auf dem europäischen Kontinent. Die Auszeichnung Ahmeds setzt somit in doppelter Hinsicht ein Zeichen.“

Als erster Angehöriger der ethnischen Gruppe der Oromo wurde Ahmed im April 2018 zum äthiopischen Ministerpräsidenten gewählt. Mit 42 Jahren ist er der jüngste Regierungschef Afrikas. 

Zu den bislang mit dem Friedenspreis Geehrten gehören unter anderem auch der frühere CDU-Politiker Christian Schwarz-Schilling, der sich für ein Ende des Bosnien-Krieges eingesetzt hatte, der Pianist und Dirigent Daniel Barenboim für seine Bemühung um die Aussöhnung Israels mit Palästina und die Schweizer UN-Chefanklägerin Carla Del Ponte.

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